|
Wir richten uns in unserer
Arbeit im wesentlichen nach dem Pflegemodell der Monika Krohwinkel, die
die Grund-bedürfnisse des Menschen in 13 Aktivitäten und existenzielle
Erfahrungen des Lebens (AEDL) eingeteilt hat.
Danach versuchen wir, den pflegebedürftigen Menschen mit seinen Bedürfnissen
und Fähigkeiten in den Mittelpunkt zu stellen und als seine unmittelbare
Umgebung positiv durch Pflegehandlungen oder andere Betreuungs- und therapeutische
Angebote auf sein Leben, Wohlbefinden und seine Gesundheit einzuwirken
(siehe Pflegeleitbild).
Unsere Mitarbeiter kennen die Bedeutung der AEDL im Alter und handeln
danach. Unsere ganzheitlich-förderne Pflegeleistungen haben das Ziel,
daß die Pflegebedürftigen die alters-und krankheitsbedingten
Einschränkungen weniger spüren. Gleichzeitig fördern wir
dabei die verbliebenen Fähigkeiten durch aktivierende Pflege.
Das AEDL-Modell umfaßt folgende Lebensbereiche, die wir mit unseren
Angeboten und Pflegeleistungen ausfüllen:
1) Kommunizieren
Wir kommunizieren bei der Ausübung aller Leistungen mit dem Bewohner
in anregendem freundlichen Ton und schaffen Bereiche und Beschäftigungen,
wo man sich trifft und kommuniziert.
2) Sich bewegen
Wir ermöglichen die Fortbewegung in unserem Gebäude, Garten
und Park und fördern diese durch vielseitige Mobilisierungs- und
Beschäftigungsangebote.
3) Vitale Funktionen aufrechterhalten
Die Zimmer sind gut belüftet, das Klima im Haus ist gut. Die Betreuung
rund um die Uhr durch gut ausgebildetes Fachpersonal ist gewährleistet
und das Personal ist fachlich auch auf eine Krisenintervention vorbereitet.

4) Sich pflegen
Persönliche Gewohnheiten werden respektiert, so können die Bewohner
z.B. den Zeitpunkt der Körperpflege selbst bestimmen. Zudem wird
ein Frisör und Fußpflege angeboten.
5) Ausscheiden
Jedes Zimmer hat eigene Toiletten. Die Intimität wird gewahrt, das
Schamgefühl beachtet. Wir bieten eine ballaststoffreiche Ernährung.
Probleme werden selbstverständlich mit dem Arzt abgeklärt.
6) Essen und Trinken
Wir bieten ein schmackhaftes, gesundes ausgewogenes Essen und beraten
über Auswahl und Zubereitung sowie bei Problemen der Nahrungsaufnahme.
Auf eine angenehme Atmosphäre beim Essen, möglichst in Gemeinschaft,
wird Wert gelegt und auch Wünsche unserer Bewohner werden berücksichtigt.
7) Sich kleiden
In den Zimmern und Bädern befinden sich Spiegel und Schränke.
Die Auswahl der Kleidung erfolgt gemeinsam, sodaß unsere Bewohner
immer gesund und gepflegt gekleidet sind. Schmutzige und defekte Kleidung
und Wäsche wird gereinigt und repariert. An- und Ausziehen wird unterstützt
und auch trainiert.
8) Ruhen und schlafen
Das Ruhebedürfnis wird natürlich respektiert und tagesstrukturierende
Maßnahmen ermöglichen Mittagsschlaf und eine ungestörte
Nachtruhe.
9) Sich beschäftigen
Wir bieten gemeinsame und auch individuelle Beschäftigungsmöglichkeiten
wie Sport, Spielen, Singen, Basteln und tägliche Zeitungsschau. Wünsche,
Bedürfnisse und Interessen der Bewohner werden dabei berücksichtigt.
10) Sich als Mann oder Frau fühlen
Wir wahren die Intimsphäre unserer Bewohner und akzeptieren ihre
sexuellen Bedürfnisse.
11) Für eine sichere Umgebung sorgen
Das gesamte Haus ist nach neuesten entsprechenden Gesichtspunkten gestaltet
und neue Gefahrenquellen werden sofort bei der Erkennung entfernt.
12) Soziale Bereiche des Lebens sichern
Unser Haus ist für alle Gäste offen. Angehörige werden
in die Versorgung einbezogen und als Partner gesehen. Das Gemeinwesen
wird einbezogen, Veranstaltungen im Ort besucht oder im Heim durchgeführt.
13) Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen
Durch Biographiearbeit versuchen wir bereits beim Einzug und von da ab
im täglichen Umgang miteinander die Lebenserfahrungen des Bewohners
zu erkennen und in die Pflegeplanung einzubeziehen.
Wir schaffen ein Klima der Lebensbejahung und des Wohlbefindens für
eine positive Lebensqualität.
|